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Zu Besuch bei Frau Lisa (Louvre)

Artikel-Nr.: 689

Reserviert

580,00 / Blatt
Preis inkl. MwSt.

Federzeichnung, Farbstift, Aquarell
Dvz. 1547
Format: 332 x 202 mm
24.11.2021

* Fiktive Rahmung. Preis ohne Rahmen.


Der Louvre zählt mit seiner immensen Kunstsammlung von gut 380.000 Exponaten, von denen gut 35.000 auf 75.000 Quadratmetern aktuell immer auch gezeigt werden können, als eines der größten und bedeutendsten Museen der Welt. Wirklich NIEMAND, kann dieses Museum, welches unschätzbare Werte der Kunst- und Kulturgeschichte beherbergt, an nur einem Tag erkunden. Ebenso wenig die fast 10 Millionen Besucher, welche jedes Jahr, wie Fliegen gleich, Paris heimsuchen, nur um vor allem „das eine Bild“ mal gesehen zu haben. Was schlichtweg lächerlich ist!

Als Urheber der Sammlung des heutigen Louvre ist vor allem König Franz I. zu erwähnen, welcher auch dem greisen Leonardo da Vinci nicht nur weitere Aufträge, sondern auch einen sorgenfreien Alterswohnsitz an der Loire anbot und nach dessen Ableben vermutlich somit in den Besitz dessen Nachlasses gelangte. Darunter wohl auch jenes Bild, welches bis heute Millionen Neugieriger nach Paris lockt: Die Mona Lisa. Wirklich bestätigt ist dies aber nicht.

Ludwig der 13te und 14te kauften in den folgenden Jahrzehnten fleißig weiter, erweiterten diese Sammlung um vieles, welche mal hier und da in Depots verschwanden, mal verschiedenste Schlossräume schmückten, mal im Louvre Palast zu sehen, aber natürlich nie zugänglich für die Allgemeinheit waren, um bedeutende Kunstwerke, wie z.b. von Tizian und Rafael. Doch gerade Ludwig dem14ten erschien wohl der Louvre Palast, welcher schon seit dem Jahre 12hundert, in seiner Urform einst nicht mehr als eine Wehrburg und seitdem ständig vergrößert, verschönert und erweitert und allen bisherigen französischen Königen als Residenz dienend, dann doch irgendwann zu klein. Ihn, den Sonnenkönig, in seinem Größenwahn, zog es nach Versailles, in ein von ihm selbst ersponnenen Märchen gleichen Schloss, welches die Welt in diesen Ausmaßen und Ausschmückung noch nie gesehen haben sollte. Doch die kommenden, welterschütternden Folgen dieser immensen Maßlosigkeit, dieses bizarren Auswuchses an Absolutismus, konnte er selber, der einstige Sonnenkönig, damals noch nicht erahnen. Warum auch? Dennoch sehen viele Historiker, schon in diesem Umzug des Königshauses von Paris nach Versailles, als den eigentlichen Grundstein (Entfremdend) für die Jahrzehnte später erfolgte französische Revolution an, welche die Welt für immer verändern würden sollte.

Erst im vierten, dem schicksalshaften Jahr der französischen Revolution 1793, dem Jahr, in dem Ludwig der 16te auf der Guillotine hingerichtet, die Monarchie offiziell als abgeschafft erklärt wurde, erhielt der ehemalige Louvre Palast nun offiziell den Status als Museum für das Volk, in dem nun all jene bisher gesammelten Kunstwerke des ehemaligen Königreichs, auch endlich der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden sollten. Hierzu wurde nun alles aus dem ganzen Lande herangerafft an Bildern und Skulpturen, was zuvor in all den landesweiten Palästen, an deren Wänden und Gängen, in deren Depots und Kellern, selbst in den Stadthäusern des Adels und in den Kirchen, zuvor nur einer kleinen Gemeinschaft zugänglich war.

Aber dies war nur der Anfang des heutigen Louvres und es folgt eine durchaus weitere wechselhafte Geschichte. Aber es ist nicht an mir, diese hier nun auch noch weiter zu erzählen …

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